{"id":2602,"date":"2015-04-24T11:20:23","date_gmt":"2015-04-24T09:20:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.temel-art.de\/wordpress\/?p=2602"},"modified":"2018-05-01T15:04:43","modified_gmt":"2018-05-01T13:04:43","slug":"vom-traum-zum-comic-in-3-schritten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.temel-art.de\/wordpress\/2015\/04\/vom-traum-zum-comic-in-3-schritten\/","title":{"rendered":"Vom Traum zum Comic in 3 Schritten"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2603\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2603\" class=\"size-medium wp-image-2603\" src=\"http:\/\/www.temel-art.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/traum-schuss-web-300x425.png\" alt=\"Ein kleines Bild zu einem Traum von mir, der mich sehr besch\u00e4ftigt hat. \" width=\"300\" height=\"425\" srcset=\"http:\/\/www.temel-art.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/traum-schuss-web-300x425.png 300w, http:\/\/www.temel-art.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/traum-schuss-web-198x281.png 198w, http:\/\/www.temel-art.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/traum-schuss-web.png 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-2603\" class=\"wp-caption-text\">Ein kleines Bild zu einem Traum von mir, der mich sehr besch\u00e4ftigt hat.<\/p><\/div>\n<p align=\"JUSTIFY\">Mir passiert es regelm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Nicht jede Nacht, l\u00e4ngst nicht jede Nacht, aber immer mal wieder. Etwas so interessantes und besonderes tr\u00e4umen, dass es einen noch lange besch\u00e4ftigt und man eigentlich das Bed\u00fcrfnis danach hat \u201emehr\u201c daraus zu machen. Euch auch? Das Problem ist nur h\u00e4ufig, dass Tr\u00e4ume sehr zusammengew\u00fcrfelt sind und oft so wirr, dass es schwer f\u00e4llt die Handlung 1:1 in einen Comic oder eine Geschichte zu fassen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Ich habe nun schon einige Male Tr\u00e4ume oder zumindest Ideen aus Tr\u00e4umen in Comics gem\u00fcnzt, zuletzt noch beim <strong>Webcomic<\/strong> in der Geschichte <a title=\"RostRot \u2013 Seite 1\" href=\"http:\/\/www.temel-art.de\/wordpress\/comic\/rostrot-seite-1\/\"><strong>ROSTROT<\/strong><\/a>. Deswegen wollte ich mit diesem TeMeL-tippt-Eintrag eine kleine Anleitung geben, wie ich dabei vorgehe. Sicher tr\u00e4umt jeder anders, ich selbst bilde mir ein teilweise schon recht \u201ebrauchbar\u201c und konkret zu tr\u00e4umen. Aber dennoch gehe ich einige Schritte durch, bevor ich aus einem Traum eine Geschichte baue.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">1. Alles woran man sich noch erinnert genau festhalten<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Klingt zun\u00e4chst einmal banal, ist aber das womit ich definitiv anfange. Und ich meine damit ALLES aufzuschreiben, auch das, was nicht so recht in irgendeinen Zusammenhang passt. Einfach erst mal aufschreiben, h\u00e4ufig fallen einem bestimmte Teile des Traumes auch erst wieder dann ein, wenn man sich n\u00e4her damit besch\u00e4ftigt. Wenn es L\u00fccken in den Erinnerungen gibt, sollte man auch die eintragen, \u00e0 la: <strong>[L\u00dcCKE, hier passierte etwas, an das ich mich nicht mehr erinnern kann]<\/strong> Das ist erst mal nicht tragisch und dazu kommen wir auch sp\u00e4ter noch.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Bei diesem Schritt geht es nicht darum schon die eine perfekte Handlung f\u00fcr eine Geschichte zu entwerfen, sondern nur ums Erinnern. Das Geschriebene kann also ruhig etwas wirr sein. Und es darf auch ruhig so Anmerkungen wie Gef\u00fchle beinhalten, zum Beispiel, ob man an bestimmten Stellen Angst oder Anspannung empfunden hat.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>2. Struktur geben und Aussortieren<\/strong><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Erst im zweiten Schritt versuche ich das Getr\u00e4umte auszuwerten. Eine (ungef\u00e4hre) zeitliche Abfolge in den Stoff hineinbringen, herausarbeiten welche Charaktere gehandelt haben, wie erz\u00e4hlt wurde, was f\u00fcr Schaupl\u00e4tze vorkamen, eventuell erinnert man sich auch an diesem Punkt noch an das ein oder andere, indem man sich selbst konkrete Fragen stellt. Diesen Schritt schreibe ich gerne in Form einer Geschichtenzusammenfassung, so wie man sie als Inhaltsangaben von B\u00fcchern oder Comics oft findet. Auch kann man sich schon Gedanken machen, in was f\u00fcr einem Rahmen man eine Geschichte mit der Traumhandlung erz\u00e4hlen k\u00f6nnte. (Was f\u00fcr ein Genre, was f\u00fcr ein Umfang und so weiter.) Au\u00dferdem fallen mit fortschreitender Strukturierung wahrscheinlich bestimmte \u201eFetzen\u201c aus dem Traum f\u00fcr eine Geschichte weg, weil sie im Gesamten keinen Sinn machen oder \u00e4hnliches.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Ziel ist es hier der Konvertierung von einer Traumidee zu einer Handlung schon etwas n\u00e4her zu kommen. Am Ende sind wir hier aber noch nicht.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>3. L\u00fccken f\u00fcllen<\/strong><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Entweder ist das Getr\u00e4umte schon so konkret, dass man nicht mehr allzu viel \u00fcberarbeiten muss oder das Getr\u00e4umte ist so wirr und so verdreht, dass man eine ganze Menge L\u00fccken zu f\u00fcllen hat. Wir haben immer noch die L\u00fccken auch als L\u00fccken (mancher nennt sie auch im Zusammenhang mit Geschichten <strong>Plotholes<\/strong>) gekennzeichnet, in diesem Schritt geht es darum diese zu f\u00fcllen. Je nachdem, was man wie getr\u00e4umt hat, kann das die schwierigste Aufgabe sein, denn oftmals tr\u00e4umt man nicht in logischen Zusammenh\u00e4ngen. Mit diesem Schritt muss man sich also vielleicht etwas l\u00e4nger besch\u00e4ftigen. Dabei lege ich oft auch mehrere Versionen der Handlung an, denn es kann hier zum F\u00fcllen der L\u00fccken Sinn machen gewisse Teile der Handlung zu \u00e4ndern, zu streichen, damit die L\u00fccken im sp\u00e4teren Verlauf gef\u00fcllt werden. Auch bei einer \u201eNicht-Traum-Geschichte\u201c habe ich meistens mehrere Versionen von der Handlung, meist wird bei jedem Durchgang die Handlung konkreter und greifbarer. Und ich l\u00f6sche ungern Ideen oder schon geschriebenes, lieber lege ich eine<em> neue Version<\/em> der Story an. (Vielleicht kann man verworfene Ideen ja auch noch mal brauchen.) Bis man dann irgendwann so weit ist, dass man eine Handlung f\u00fcr eine (Comic-)Geschichte hat.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n<p align=\"JUSTIFY\">Das ist meine Vorgehensweise, wenn ich etwas getr\u00e4umt habe und einen Comic daraus machen m\u00f6chte. (Ab hier w\u00fcrde man dann so verfahren, wie man es mit Geschichten normalerweise eben tut, Charaktere ausarbeiten, Dialoge schreiben, etc.)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Es kann auch vorkommen, dass vom Traum gerade einmal die \u201eGrundidee\u201c \u00fcbrig bleibt und alles andere durch ganz neue Handlungsteile ersetzt wurde. Oft genug finde ich aber bestimmte Ideen aus Tr\u00e4umen einfach zu spannend um sie ganz und gar ungenutzt zu lassen. Manchmal ergeben sich auch ganz neue Erz\u00e4hl-Stile aus Tr\u00e4umen, indem man etwas \u201esurrealistischer\u201c erz\u00e4hlt als normalerweise oder \u00e4hnliches. Traut euch was und nutzt eure spannenden Traumideen! :-)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mir passiert es regelm\u00e4\u00dfig. Nicht jede Nacht, l\u00e4ngst nicht jede Nacht, aber immer mal wieder. Etwas so interessantes und besonderes tr\u00e4umen, dass es einen noch lange besch\u00e4ftigt und man eigentlich das Bed\u00fcrfnis danach hat \u201emehr\u201c daraus zu machen. Euch auch? 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