Hinter TeMeL steckt die Illustratorin und Comiczeichnerin Thekla Maria Barck. Schon während der Schulzeit zeichnete sie eigene Comicgeschichten, übernahm kleinere Illustrationsaufträge und eignete sich verschiedene Arbeitstechniken an.

Im anschließenden Mediendesignstudium konnte sie diese Kenntnisse erweitern und vertiefen. Anfang 2013 machte sie sich dann nach der Veröffentlichung ihres ersten Comicalbums WOHLSTAND selbständig.

Der Künstlername TeMeL entstand bereits während der Schulzeit und setzt sich aus den drei Initialen ihres (Mädchen-)Namens zusammen. Heute arbeitet TeMeL sowohl digital als auch traditionell, letzteres am liebsten mit flüssigen Aquarellfarben und Tusche. Aber auch das digitale Kolorieren am Grafiktablett ist ihr im Laufe ihrer Tätigkeit vertraut geworden.

TeMeL arbeitet und lebt mit ihrem Mann und drei Katzen in Köln.

Fragen und Antworten

Wie hast du Zeichnen gelernt?
Kurz gesagt: Durch ganz viel Übung. Ich bin einer der vielen Autodidakten in der Kunstszene. Eine wirkliche zeichnerische Ausbildung habe ich über den Schulunterricht hinaus nicht erhalten, noch nicht mal einen VHS-Kurs oder ähnliches. Ich habe einfach über Jahre hinweg sehr viel gezeichnet und so verbessert man sich im Laufe der Zeit ganz von selbst. Wichtig dabei war vor allem, dass ich (bis heute!) immer sehr kritisch mit mir selbst bin und ständig nach Möglichkeiten suche mich weiter zu verbessern.

Warum Comiczeichnen?
Ich hatte schon als Kind immer das Bedürfnis Geschichten zu erzählen. Das bloße Ausdenken oder Aufschreiben genügte allerdings irgendwann nicht mehr, ich hatte immer häufiger Bilder zu den Geschichten im Kopf und der Comic wurde so zu der einzigen für mich akzeptablen Erzählform. Der richtige, echte „Spaß am Zeichnen“ kam eigentlich erst viel später. Heutzutage möchte ich weder zeichnen noch erzählen missen.

Gab es Vorbilder/Werke, die dich zum Zeichnen gebracht oder beeinflusst haben?
So richtig den einen Auslöser, der mich zum Zeichnen animiert hat, gab es nicht, nein. Das kam einfach. In den Anfängen haben mich viele Werke immer wieder leicht beeinflusst, zum Beispiel die Fantasy-Comicserie „Elfquest“. Die größte Beeinflussung kam aber erst durch meine Entdeckung des frankobelgischen Comicspektrums. Enrico Marini und Jean-Pierre-Gibrat sind zwei Künstler, die meinen Stil nachhaltig geprägt haben (denke ich). Mittlerweile bin ich jedoch mehr und mehr dabei verschiedene Zeichen und Erzähl-Stile zu vermischen. Bei Mangas fasziniert mich zum Beispiel die Dynamik und Emotionalität des Erzählens, das fehlt mir auch bei vielen nahezu perfekten „westlichen“ Comics häufig und ich versuche diese Lücke bei meinen eigenen Werken zu schließen.

 

Interviews mit TeMeL: